Wanderfreunde Eddelak und Umgebung e.V.

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16.09.2022 - Besuch der Hämelschenburg

bei Emmerthal (Höxter)

 

Am 16.09.2022 gegen 10.00 Uhr nach einem ausgiebigem Frühstück,  setzte sich unser Bus in Bewegung mit den Nichtwanderer*innen und Wanderer*innen in Richtung Emmerthal in der Nähe von Höxter, wo wir zur einer Besichtigung der Hämelschenburg (Schloss) gegen 11.00 Uhr angemeldet waren. Hier nun einige Eindrücke und Fotos unserer Tour. Am Eingang wurden wir bereits von einer Museumsführerin begrüßt, die uns durch den Innenbereich "mit Maske" lotste und uns über die Geschichte der Hämelschenburg berichtete. Im Anschluss daran hatten wir noch Gelegenheit uns im Restaurant einen Kaffee zu genehmigen. Danach ging die Bustour in Richtung Nieheim, wo dann die Wanderer*innen den Bus verließen, um sich auf eine Rundwanderung auf dem "Nieheimer Kunstpfad" von ca. 10 km zu begeben. 

 

Die Renaissanceanlage und ihre Geschichte

 

Das Rittergut Hämelschenburg befindet sich seit 1437 im Besitz der Familie Klencke. Das Wasserschloss wurde von 1588 - 1613 auf dem Höhepunkt der Weserrenaissance errichtet und bildet mit der Kirche, den Wirtschaftsgebäuden und Gartenanlagen eine in sich geschlossene, vollständig erhaltene Anlage. Damit gehört das Rittergut Hämelschenburg zu einer der schönsten und bedeutsamsten Renaissanceanlagen in Deutschland. Der land- und fortwirtschaftliche Betrieb wird bis heute nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaftet.

Schloss Hämelschenburg ist auf dem Höhepunkt der Weserrenaissance gebaut. Sie umfasst zahlreiche Adels- und Patrizierbauten im Weserraum, die zwischen 1530 und 1630 entstanden sind. Ihr Baumaterial waren gelbgraue Sandsteine aus den Steinbrüchen in Obernkirchen und rote Sandsteinplatten aus dem Solling. Es war witterungsbeständig und gut bearbeitbar und konnte auf der Weser günstig transportiert werden. In der Weserrenaissance fließen Stilelemente aus verschiedenen Ländern zusammen. Dazu gehören die ionischen und korinthischen Halbsäulen und Portale aus Italien. Erkervorbauten und reich dekorierte Treppengiebel aus Holland sowie achteckige Treppentürme aus Frankreich. Kennzeichen der Weserrenaissance sind durch vertikale und horizontale Linien gegliederten Fassaden, die reich verzierten Treppengiebel, die rechwinklig zur Dachhaut liegenden Zwerchhäuser, das teilweise zu Bändern verbundenen Kerbschnittmuster und die Rechteckportale mit ihren Dreieckgiebeln.

 

Das Schloss wurde zwischen 1588 und 1613 errichtet. Erbauer waren Jürgen Klencke und seine Frau Anna von Holle. Ungeklärt ist, wer der Baumeister war. Vermutlich baute Kurt Tönnies den Nordflügel und Johann Hundertossen den Südflügel. Wirtschaftliche Grundlage für den Schlossbau war, dass Jürgen Klencke neun Jahre lang erfolgreich Aufträge als Söldnerführer in den spanisch-oranischen Kriegen und im Hugenottenkrieg übernahm. Eine weitere Voraussetzung für den Schlossbau war die gut gehende Landwirtschaft, die im 16. Jahrhundert die hiesige relativ friedliche Region zu einer Kornkammer Europas machte.

Begonnen wurde der Bau mit dem nördlichen Verwaltungstrakt, in dem unten der Gerichtssaal und oben der Rittersaal untergebracht wurden. Danach baute man den schlichten mittleren Flügel als Wirtschaftstrakt mit Küche, Brauhaus, Pferdestall und Heuboden. Vollendet wurde das Schloss dann mit dem prachtvollen südlichen Teil, in dem die Familie wohnte.

Während die Raumaufteilung im Südflügel im Wesentlichen bis heute erhalten geblieben ist, wurden der mittlere und der nördliche Flügel Ende des 19. Jahrhunderts im Inneren zu Wohnzwecken völlig umgebaut. Aus Küche, Pferdestall und Brauhaus wurden ein sehr großzügiges Wohnzimmer, ein Tanzsaal und ein Esssaal. Im zweiten Weltkrieg nahm die Familie Ausgebombte, Vertriebene und Flüchtlinge auf. Aus dieser Nutzung entstanden später selbstständige Wohneinheiten, während in den historischen Räumen des Erdgeschosses die Führungen einrichtet wurden.

 

(Text entnommen aus: www.schloss-haemelschenburg.de )

 

 

Schloß Hämelschenburg Emmerthal bei Höxter Schlossansicht
     
     
     
     
     
     
     
     
Saalflucht Museum Ess-Saal
Standesamt Nachhaltigkeit Bett
     
Feuerstelle für Kachelöfen    

 

Rundwanderung auf dem Nieheimer Kunstpfad

Start ab Grillhütte

 

     
    Rast an der Grillhütte
     
  Verlobungsring  
    Baumhaus
     
     
  Windwiege  
     
     
   
     

 

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