Wanderfreunde Eddelak und Umgebung e.V.

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Wanderverband Norddeutschland e.V.

 

Hamburg-Curslack

 

Geschichte des Ortes Curslack:

Der Ortsname "Curslack" (plattdeutsch: Corslak) ist eine Abwandlung von "kurze Lache", da das Gebiet früher oft überflutet wurde, das Wasser aber immer nur vorübergehend (kurz) anhielt. Aus diesem Grund sind die Wände der alten Curslacker Häuser gekachelt, das Wasser konnte so keinen großen Schaden anrichten.

Die ersten urkundliche Erwähnung Curslacks erfolgte, als es 1188 zusammen mit Altengamme einen Deichverband bildete. 1420 erhielt Curslack seine erste Anbindung an Hamburg, nachdem Hamburg und Lübeck die Stadt Bergedorf eroberten und neben Bergedorf auch Curslack beiderstädtisch verwalteten. 1443 erfolgte eine Anbindung an Bergedorf durch den Schleusengraben, der vorwiegend dem Transport von Holz aus dem Sachsenwald zur Elbe diente. Die Vierlande, bestehend aus Curslack, Altengamme, Neuengamme und Kirchwerder, bildeten sich in der Mitte des 16.Jahrhunderts. Die Nähe zu Hamburg erwies sich in wirtschaftlicher Hinsicht als lukrativ, da die Bauern ihre Erzeugnisse gut in der Stadt verkaufen konnten. 1570 entstand der Curslacker Heerweg, der die Verbindung zwischen Bergedorf und dem Elbübergang Zollenspieker darstellte. Der Curslacker Heerweg existiert noch heute Im Laufe der Jahrhunderte spezialisierte sich die Curslacker Bevölkerung auf Gartenbau und Blumenzucht. 1868 endete die beiderstädtische Herrschaft über Curslack. 1830 hatte Hamburg nämlich bereits eine Landherrenschaft der Marschlande gebildet und den Lübecker Teil Bergedorfs samt den dazu gehörigen Gebieten in diese eingemeindet. Ab 1912 fuhr die Vierländer Bahn von Bergedorf nach Zollenspieker. Mit einer eigenen Haltestelle hatten die Curslacker Zugang zu diesem Verkehrsmittel, dessen Betrieb 1953 endete. Im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes 1937/1938 erfolgte die Eingemeindung Bergedorfs und der Vierlande nach Hamburg. Seit 1949 ist Curslack Stadtteil im neu geschaffenen Bezirk Bergedorf.

"Alter Bahnhof" Bergedorf - Der alte Bahnhof in HH-Bergedorf (wurde von uns aus Zeitgründen nicht mehr erwandert) der HH-Bergedorfer Eisenbahn ist das zweitälteste erhaltene Bahnhofsgebäude in Deutschland. Es entstand im Jahre 1842 nach einem Entwurf von Alexis de Chateauneuf. Die Bahnstrecke nach Hamburg wurde 1838 von William Lindley geplant und am 7. Mai 1842 in Betrieb genommen. Das Gebäude steht heute nicht mehr an einer Bahnstrecke. Für die am 15. Dezember 1846 eröffnete Verlängerung der Bergedorfer Bahn nach Berlin wurde eine nordwestlich am Bergedorfer Stadtzentrum vorbeiführende Trasse gewählt und dort ein neuer Bahnhof errichtet. Der alte Bahnhof Bergedorf verlor dadurch seine Funktion. Nach seiner Renovierung in den Jahren 1990 bis 1992 dient das Empfangsgebäude heute als Veranstaltungsort für Vereinsaktivitäten. Der Bereich der Bahnsteige ist heute eine Rasenfläche, daneben ist ein Güterschuppen erhalten. Der Bahnhof befindet sich südlich der Bergedorfer Innenstadt an der Strasse Neuer Weg. An dieser entstand später in etwa 150 m Entfernung der Bahnhof Bergedorf Süd. der Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn, die 1906 den Betrieb aufnahm.

Ehemaliges Bahnhofsgebäude                    Bahnhof Bergedorf - Süd

 

 

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