Wanderfreunde Eddelak und Umgebung e.V.

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Wanderverband Norddeutschland e.V.

 

 

 

 

Sonntag, 07.10.2012, Besuch der Meyer-Werft in Papenburg Das Frühstück konnte an diesem Morgen ab 08.00 Uhr eingenommen werden. Die Abfahrt in Richtung Papenburg erfolgte gegen 09.00 Uhr. Die Besichtigung einer so renommierten Schiffswerft, die sich überwiegend auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen spezialisiert hat, war das "Highlight" unserer 5 tägigen Wanderwoche ins Emsland. Unser Wanderfreund Werner, der geschäftliche Beziehungen zur Meyer-Werft besitzt, hat diese für uns spezielle Werftbesichtigung ermöglicht. Von 2 erfahrenen ehemaligen Mitarbeitern starteten wir auf die 2 1/2 stündige Besichtigungstour, die uns durch das Besucherzentrum mit anschließender Begehung der riesigen Fertigungshallen führte. In diesen Hallen befanden sich Neubauten der Aida-Klasse und der Norwegian Cruise Line mit den Namen "Aidastella" und "Norwegian Breakaway". Eine derartige Besichtigung wird nur sonntags und dann auch nur in Ausnahmefällen genehmigt. Hierfür sagen wir Werner nochmals herzlichen Dank. Auch Manfred, der für diese Wanderwoche verantwortlich zeichnet, gebührt ein herzliches Dankeschön. Mit vielen Eindrücken, die sicherlich erst einmal verarbeitet werden müssen, verließen wir die Papenburger Meyer-Werft. Den beiden Referenten überreichte Manfred ein flüssiges Mitbringsel aus dem Norden. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir die "Von-Velen-Anlage" mit anschließendem Buchweizenpfannkuchen-Essen satt mit Tee und einem Moorschnaps. Nähere Einzelheiten unter dem Link. Danach fuhren wir wieder zurück in unser 4* Hotel Jägerhof. Heute Abend gab es nicht wie von uns vermutet wurde, Buffet, sondern ein 3-Gänge Menü mit einer Vorsuppe, als Hauptgang Rouladen mit Gemüse und Kartoffeln und einem Dessert.  

*) Von-Velen-Anlage – ein kleines Freilichtmuseum in Papenburg. Das Emsland hat sehr viele Moorgebiete, mehr als andere Gegenden Deutschlands. Im Jahr 1631 kaufte Dietrich von Velen das Gut Papenburg und ließ in mühevoller Arbeit das Moor trocken legen. Für die Entwässerung zog man Kanäle. Der abgebaute Torf wurde in flachen Schiffen nach Emden, Bremen und Hamburg transportiert und als Brennstoff genutzt. Die ersten Siedler errichteten einfache, fensterlose Hütten mit einer Feuer- und Kochstelle in der Mitte der Kate. Später wurde wegen der ständigen Brandgefahr ein feuerfester Giebel aus Ziegelsteinen gebaut. Nachdem das Moor bis auf den Sandboden abgeräumt war, entstanden erste, ganz aus Ziegelstein gemauerte Häuser. Wohnraum und Stallung waren von nun an getrennt. Doch noch immer war es ein hartes Leben für die Torfstecher und aus dieser Zeit stammt der Spruch: Dem Ersten sein Tod, dem Zweiten sein Not, dem Dritten sein Brot“. Nur ganz allmählich ging es den Leuten besser. Viele fanden im Schiffbau Arbeit. Einst gab es 23 Werften in Papenburg. Mit dem Wandel zur Seefahrerstadt entstanden die Kapitänshäuser wie das „Papenbörger Hus“. Auf dem Gelände sind verschiedene restaurierte Gebäude zu sehen und zu betreten. Nach Abschluss einer offiziellen Führung kann man im „Hus“ Buchweizenpfannkuchen und Tee verzehren.

 

Papenburger Stadtwappen

(einige der Fotos wurden der Webseite der Meyer-Werft entnommen,

um einmal die Größenverhältnisse der Werft als auch der dort gebauten Schiffe aufzuzeigen)

 

  Meyer-Werft Papenburg  
     
     
     
  Kreuzfahrtschiff der "Aida-Klasse" Elma im Reisefieber ?
Modell der Meyer-Werft   Unsere Wandergruppe
    Blick in die Werfthalle
  "Aidastella" in der Bauphase  
     
 
Vielen Dank für die Werftführung   Ein kleines Mitbringsel aus dem Norden

 

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