Wanderfreunde Eddelak und Umgebung e.V.

Mitglied im

Wanderverband Norddeutschland e.V.

 

Hamburg-Marathon 1. Teil

 

Am 16.05.2015 startete unser Wanderführer Werner Hummel seine 1. Etappe der Hamburger Marathonstrecke mit 15 km.  Um 06.50 Uhr fanden sich 6 Wanderfreunde am Bahnhof in St. Michaelisdonn ein. Die restlichen Wanderer stiegen in Burg, Elmshorn dazu und unser Werner mit Elma und Dieter erwarteten uns schon am S-Bahnhof am Jungfernstieg. Mit insgesamt 16 Wanderern begannen wir unsere Tour durch Hamburg und fuhren mit der U-Bahn zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, zu den Hamburger Messehallen. Weitere am Wanderweg interessante Sehenswürdigkeiten waren die Rindermarkthalle, der Medienbunker (früher Sitz des NWDR-Rundfunks), der Gnadenkirche (einer russisch-orthodoxen Kirche), das St. Pauli Fußballstadion, über die "sündige Meile" der Reeperbahn, vorbei am Beatles -Museum, am jüdischen Friedhof, dem Altonaer Rathaus in Richtung Ottensen und dann hinunter zur Elbe, den Elbwanderweg entlang zum Övelgönner Museumshafen. Das Ziel unserer Wanderung waren der Fischmarkt und die Landungsbrücken mit seinem Kreuzfahrtterminal. Am Fischmarkt war dann eine ausgiebige Mittagseinkehr in einem italienischen Restaurant, dass Werner für uns extra ausgesucht hatte. Am S-Bahnhof Landungsbrücken trennten sich dann unsere Wege. Wir fuhren zurück zum Altonaer Bahnhof und die 3 Hamburger in Richtung Poppenbüttel und HH-Harburg. In Altona hatten wir dann noch genügend Zeit für einen kleinen Imbiss mit Kaffee. Abfahrt mit der NOB in Richtung Dithmarschen um 15.40 Uhr, Ankunft in St. Michael um ca. 17.00 Uhr.

Der Medienbunker auf dem Heiligengeistfeld:

Der wohl bekannteste Bunker in Hamburg steht auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli. Der ehemalige Flakturm ist 75 Meter mal 75 Meter breit und 39 Meter hoch. Heute wird er "Medienbunker" genannt. In ihm haben verschiedene Firmen ihren Sitz. Außerdem siedelten sich Musik-Clubs wie Uebel & Gefährlich und Terrace Hill an. Dieser gewaltige Hochbunker und sein "Kollege" in Wilhelmsburg, der gerade zu einem Energiebunker umgebaut wird, fallen jedem ins Auge. Dabei hat Hamburg noch etliche weitere kleinere Hochbunker - auch Bunkerhäuser genannt -, die von den Menschen gar nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Zu sehr haben sich Anwohner an den Anblick gewöhnt. Viele Bunker verschwinden hinter Bäumen oder sind zugewuchert.  

In keiner anderen Stadt wurden im Zweiten Weltkrieg so viele Bunker errichtet wie in Hamburg, der schon damals zweitgrößten Metropole Deutschlands. Die Nationalsozialisten hatten 1940 ein Sofortprogramm auflegen lassen. Adolf Hitler sah für Hamburg eine Bedrohung der wichtigen U-Boot- und Ölindustrie. Gegen Kriegsende zählte die Hansestadt 1.051 Anlagen. 1950 waren es aufgrund der von den Briten angeordneten - aber oft wenig erfolgreichen - Sprengungen noch 1.026. Darunter waren 76 Hochbunker, 415 Röhrenbunker und 356 Rundbunker sowie 11 Luftschutztürme. Während des Kalten Krieges waren viele Bunker weiterhin als Zufluchtsstätte vorgesehen. Inzwischen gibt es noch rund 650 Bunker in der Hansestadt. Viele werden ganz unterschiedlich genutzt, einige stehen unter Denkmalschutz.

Der jüdische Friedhof in Altona:

Der knapp 1,9 Hektar große Jüdische Friedhof Altona ist der älteste jüdische Friedhof im heutigen Hamburg und der älteste portugiesisch-jüdische Friedhof in Nordeuropa. Wegen seines Alters und seiner einzigartigen Grabkunst wurde er 1960 unter Denkmalschutz gestellt. Wissenschaftler fordern seit einigen Jahren seine Aufnahme in das Weltkulturerbe der UNESCO, zusammen mit den jüdischen Begräbnisstätten auf Curaçao, Jamaika und in Surinam. In den 1870er Jahren fanden ungefähr 9.000 Bestattungen statt, 2.000 auf dem portugiesisch-jüdischen Areal, 7.000 auf dem deutsch-jüdischen Teil. Komplett oder in Fragmenten erhalten sind über 6.000 deutsche und 1.600 portugiesische Steine.

Am 31. Mai 1611 erwarben portugiesische Kaufleute das erste Stück Land in Altona, um ihre Toten zu bestatten. Um dem jüdischen Ritus Rechnung zu tragen, wurde das Gelände "auf Ewigkeit" erworben. Der zirka zwei Hektar große Friedhof besteht aus einem sefardischen ("Sefarad", hebräisch für "Spanien", Bezeichnung der spanisch und vor allem portugiesisch sprechenden Zuwanderer von der iberischen Halbinsel) und einem aschkenasischen ("Aschkenas", hebräisch für "Deutschland", Bezeichnung der deutsch bzw. jiddisch sprechenden Juden) Teil. Beide, ursprünglich voneinander getrennten Teile, erheben den Friedhof nach Aussage namhafter Judaisten in den Rang eines UNESCO Weltkulturerbes. In 1869 wurde der Friedhof geschlossen und ist seither vollständig erhalten geblieben.

Auf dem Friedhof befinden sich außerordentlich kunstvolle Grabstätten der Sepharden und zahlreiche Gräber berühmter Rabbiner im schlichteren aschkenasischen Teil des Friedhofs. Unter anderem sind dort Fromet Mendelsohn (Ehefrau Moses Mendelsohns) und Samson Heine (Vater von Heinrich Heine) begraben. Die Stele dieses Grabes ist erst im April 2014 wieder entdeckt worden. Bei Forschungsarbeiten haben Wissenschaftler den Grabstein neben anderen Stelen unter der Grasnarbe wiedergefunden. Bis vor kurzem noch galt der Grabstein des Dichtervaters wegen der Zerstörungen in der NS-Zeit als verloren und war nur aus historischen Abbildungen bekannt.

 

     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
 
     

Startseite