Wanderfreunde Eddelak und Umgebung e.V.

Mitglied im

Wanderverband Norddeutschland e.V.

Rundwanderung am Rande des

Lägerdorfer Tagebaus

Rundwanderung am Rande des Lägerdorfer Tagebaus, unter diesem Thema starteten wir unter der Wanderführung von Dieter Peters am 26.03.2011, unsere Wanderung mit einer Gesamtlänge von 14 km. Morgens um 09.00 Uhr trafen wir uns mit 11 Wanderer(innen) an der Eddelaker Schule und fuhren mit 3 Pkws in Richtung Rethwisch, wo bereits die übrigen 9 Wanderer(innen) auf dem Waldparkplatz in den Startlöchern standen. Kalle, der sich in der Uhrzeit vertan hatte, war bereits 1 Stunde vorher angereist. Dies hatte sicherlich nichts mit der Zeitumstellung am 27.03.2011 zu tun. Bei frühlingshaftem Wetter starteten wir um Punkt 09.45 Uhr unsere "Rundwanderung". Die Rucksackverpflegung wurde für eine kurze Frühstücks- und Mittagspause zu gegebener Zeit eingenommen. Gegen ca. 14.30 Uhr erreichten wir den Ausgangspunkt unser Wanderung. Wer diesen riesigen Komplex mit den Abbaugruben zum ersten Mal zu Gesicht bekommen hat, war sicherlich erstaunt, wie groß und auch tief diese Abbaufläche ist, auf der mittlerweile schon seit über 100 Jahren Kreide abgebaut wird. Falls jemand an zusätzlichen Informationen interessiert ist, der sollte bitte folgende Links anklicken: Lägerdorf oder Firma Dammann.

Noch vor etwas 30 Jahren waren die Siedlungen in der Nähe von Zementfabriken grau gepudert: Ein Teil des äußerst feinen Rohstoffes wurde ständig aus den Schornsteinen und aus den Mühlen in die Umgebung geschleudert. Moderne Verfahren, Filteranlagen sowie eingehauste Maschinen beendeten dieses Klischee. In 25 Jahren hat man den Staub um etwas 99 Prozent reduziert. Und dank eines - erstmals in einem deutschen Zementwerk installierten - vierten Elektrofilter-Feldes, ist der Staubausstoß jetzt noch einmal mehr als halbiert worden. Dagegen lässt sich der hohe Energiebedarf- die Kosten und Umwelt belastend - nicht so leicht verringern. Es ist mit anlagentechnischer Feinarbeit gelungen, ihn erheblich zu drücken. Heute machen die gesamten Energiekosten (je zur Hälfte Strom und Brennstoff) im Werk noch etwas 20 Prozent der Kosten (bundesweit durchschnittlich etwa 25 Prozent) - gemessen am Umsatz - aus. Früher war dies mal ein Drittel.

Zur Geschichte der "Alsen'schen Portland Cement-Fabrik einige Daten. 1863 wurden die Alsen'sche Portland-Cement-Fabriken durch Otto Friedrich Alsen gegründet, gut zwanzig Jahre später, 1884, wurde durch zehn norddeutsche Kaufleute die Breitenburger Portland-Cement-Fabrik gegründet. Der Zusammenschluss der Werke erfolgte 1972, seit 2003 firmieren sie unter dem Namen Holcim.

Die Entstehung dieser Kreideschicht im Laufe der Erdevolution: Der Untergrund in Lägerdorf besteht aus einer etwa 400 Meter mächtigen Schicht sehr reiner Kreide, also aus abgestorbenen mikroskopischen Meerestieren, die sich auch in Versteinerungen nachweisen lassen. Diese Kreideschicht entstand im Senon, der jüngsten Formation der oberen Kreide und ist mit relativ wenigen Flintsteinbänken durchsetzt. Diese Schicht wurde im Tertiär durch einen Salzstock angehoben und aufgewölbt, sodass sie die Oberfläche erreicht. Mit dem Begriff Tertiär bezeichnet man informell den geologischen Zeitabschnitt der Erdneuzeit vor Beginn des Quartärs. Das Tertiär begann vor 65 Millionen Jahren (Ende der Kreidezeit) und dauerte bis zum Beginn der Klimaveränderung vor rund 2,6 Millionen Jahren, in deren Folge das Eiszeitalter im Quartär einen Wechsel von Kalt- und Warmzeiten brachte. Das Klima auf der Erde war im Tertiär wesentlich wärmer als heute. (Auszüge aus Wikipedia)

Hier nun einige Fotos unserer Wanderung

Kreideabbau mit Bagger Lägerdorfer Wappen Zementwerk Lägerdorf (Holcim)
Mit einem "Frisch auf" geht's los ! Gedenkstein  
"Lana" ist mit von der Partie Hier am Wegweiser biegen wir ab
Lägerdorfer Tagebau    
Kreidelieferung auf Schiene und Strasse Bags stehen zur Abholung bereit
  Silos  
    Wir erreichen Lägerdorf
Lutherkirche  Nach einer kurzen Rast geht's weiter
Am Breitenburger Kanal    
Kalle sondiert die Brücke    
   
  Hier endet unsere Rundwanderung