Wanderfreunde Eddelak und Umgebung e.V.

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Wanderverband Norddeutschland e.V.

 

 

 

 

Sonntag, 07.10.2012, Besuch der Meyer-Werft in Papenburg und die *)"von-Velen-Anlage".  Im Anschluss unseres Besuches auf der Meyer-Werft mit professioneller Führung, war der Besuch der von-Velen-Anlage vorgesehen, deren Bedeutung für das Emsland unten näher beschrieben ist. Als kleines Highlight waren wir nach der Führung zu einem  Buchweizenpfannkuchen-Essen mit Tee nach ostfriesischer Art im "Papenbörger Hus" eingeladen, das vom hiesigen Landfrauenverein bewirtschaftet wird.

*)von-Velen-Anlage – ein kleines Freilichtmuseum in Papenburg. Das Emsland hat sehr viele Moorgebiete, mehr als andere Gegenden Deutschlands. Im Jahr 1631 kaufte Dietrich von Velen das Gut Papenburg und ließ in mühevoller Arbeit das Moor trocken legen. Für die Entwässerung zog man Kanäle. Der abgebaute Torf wurde in flachen Schiffen nach Emden, Bremen und Hamburg transportiert und als Brennstoff genutzt. Die ersten Siedler errichteten einfache, fensterlose Hütten mit einer Feuer- und Kochstelle in der Mitte der Kate. Später wurde wegen der ständigen Brandgefahr ein feuerfester Giebel aus Ziegelsteinen gebaut. Nachdem das Moor bis auf den Sandboden abgeräumt war, entstanden erste, ganz aus Ziegelstein gemauerte Häuser. Wohnraum und Stallung waren von nun an getrennt. Doch noch immer war es ein hartes Leben für die Torfstecher und aus dieser Zeit stammt der Spruch: Dem Ersten sein Tod, dem Zweiten sein Not, dem Dritten sein Brot“. Nur ganz allmählich ging es den Leuten besser. Viele fanden im Schiffbau Arbeit. Einst gab es 23 Werften in Papenburg. Mit dem Wandel zur Seefahrerstadt entstanden die Kapitänshäuser wie das „Papenbörger Hus“. Auf dem Gelände sind verschiedene restaurierte Gebäude zu sehen und zu betreten. Nach Abschluss einer offiziellen Führung kann man im „Hus“ Buchweizenpfannkuchen und Tee verzehren.

Dietrich von-Velen

Unsere beiden Museumsführer    
     
     
     
     
    Torfboot
    Papenbörger Hus
    Teetied ist angesagt
Tee mit Kluntjes und Sahne    
  dazu gab's noch einen Moorschnaps  
     

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